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Das hört sich gut an – aber wie geht es - was Ihr Schaffen betrifft – weiter?Ich muss natürlich selbst zugeben, dass ich, bedingt durch die vorhin genannte Problematik unserer Zeit, schon seit Jahren um eine persönliche kompositorische Stilistik ringe, die ich vor mir selbst und der Öffentlichkeit vertreten kann. Bisher schuf ich in meinem Kopf Bilder, welche ich aufgrund meiner Erfahrungen in Musik verwandelte. Ich bin mit mir nie so ganz zufrieden, spüre aber eine wachsende Erkenntnis, welche für das Verständnis bestehender Werke von großem Nutzen ist, und ich weiß um das Leiden, die Not und Atemlosigkeit, die die Geburt eines neuen Werkes mit sich bringt.Als sicherste Inspirationsquelle bietet sich heute die Komposition von Filmmusik an, da dort durch die vorgegebene Handlung und Bildsprache eine unmissverständliche Stilrichtung vorgegeben wird.Mein naheliegendes Ziel ist es, wirklich eine Art Oper zu kreieren, die hervorragende Stimmen unserer Zeit einmal mit einem neuen zeitgenössischem Stück zur Entfaltung bringt und auf eine neue, noch zu findende Klangästhetik setzt.In meiner Arbeit als Dirigent sehe ich eine Menge an hervorragender Musik, die selten aufgeführt oder noch gar nicht auf Tonträger eingespielt wurde.Da derzeit in ganz Europa an allen Theatern nahezu das Gleiche gespielt wird, gibt es eine Menge auszugraben.Sie sind Chefdirigent eines großen Festivals des RBB Fernsehens in Berlin-Brandenburg, haben Platten eingespielt, eine „Symphonie in Kölsch“ geschrieben, Sie haben Beethovens 9. Symphonie dirigiert, Sie arbeiten häufig mit der Nordwestdeutschen Philharmonie zusammen, sind gern gesehener Gastdirigent beim NDR Orchester in Hannover, arrangierten und dirigierten zahlreiche Filmmusiken und haben erst im vergangenen Jahr auf einer Konzertreise in China mit dem bekannten Beijing Symphony Orchestra zusammengearbeitet. Und jetzt Mahlers „Achte“. Sehen Sie da in Ihrer bisherigen Laufbahn als Dirigent einen Höhepunkt?Was meine Arbeit als Dirigent angeht, ist dies sicherlich der bisherige Höhepunkt. Den wirklichen Einstieg in ein Werk findet man nur durch das praktische Tun. Dies ist mir besonders bei der Einstudierung von Wagners "Rheingold" und "Walküre" an der Bonner Oper aufgefallen. Hier erschloss sich Tag für Tag die wirkliche Komplexität dieses Werkes, sofern man einen Blick dafür hatte.Somit ist die Aufführung der Mahler-Symphonie und die damit verbundene Vorbereitungszeit schon eine persönliche Bereicherung und ein Meilenstein in der eigenen Entwicklung und der aller Beteiligten. Ich wünsche mir mit der Zeit alle Symphonien von ihm so zu erleben.Herr Florin, viel Erfolg – und danke für das Gespräch

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Heinz Walter Florin

Dirigent Komponist Piano-Solo





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